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Wie OM mir (fast alle) meine Wünsche erfüllt

Ich OMe nun seit über zwei Jahren, und mittlerweile ist das Bitten um kleine Veränderungen des Strokes leicht und selbstverständlich geworden. Das war nicht immer so für mich. Als ich begann, fühlte ich mich sexuell nicht besonders selbstbewusst und während die Selbstverständlichkeit meiner Stroker und das Umfeld es mir leichter machten überhaupt zu OMen, schwieg ich zunächst in meinen ersten OMs. Irgendwie schien mir, dass das Ausdrücken von Wünschen zu sehr um Genuss ging, ich schämte mich irgendwie dadurch das OMen sexuell wirken zu lassen.

Als ich an einem Fortgeschrittenen-Kurs teilnahm und wir insbesondere übten den Punkt zu finden, fing ich langsam an aufzutauen. Anschließend hatte ich ein Erlebnis, bei dem ganz deutlich wurde, dass es dem Stroker auch besser gefiel, wenn ich ihn auf den Punkt leitete. Seine Atmung änderte sich merklich, als er den Punkt den ich meinte traf, und seitdem wurde es leichter und leichter genaue Anweisungen zu geben – nun tue ich es fast ohne nachzudenken.

Ich denke es ist insbesondere für Frauen, aber auch für viele Männer schwer, in einem sexuellen Kontext ihre Wünsche anzusprechen. Beim OMen hat man den Rahmen, der einen ermutigt, genau das zu tun.

Mittlerweile weiß ich allgemein viel genauer, was ich möchte, und wie gerne Menschen genaue Bitten hören. Es stellt sich heraus, dass sie gar nicht raten müssen wollen 😉

Und wenn ich klar frage ist es viel leichter für sie, ja oder nein zu sagen, als wenn ich indirekt frage oder einfach nur enttäuscht bin, weil etwas nicht geschehen ist das ich nicht deutlich angesprochen habe.

Ich erklärte beispielsweise einem Mann, den ich gerade ein paar mal gedated hatte, auf einmal genau, worauf ich in dem Moment Lust hatte. Ich wollte gerne Indisch essen – aber ich wollte das nicht in seiner unordentlichen Wohnung, sondern in einem schönen Ambiente. Wir waren gerade auf dem Weg zu ihm, er meinte ‘das geht’, fuhr die nächste Abfahrt ab und war unglaublich zufrieden, mir meinen Wunsch erfüllen zu können. Ich musste die nächsten 5 Minuten vor mich hinlächeln, weil ich früher einfach nie so deutlich nach dem gefragt hätte was ich mir wünsche. Und weil er mich glücklich machen wollte – egal ob mit einer großen oder einer kleinen Sache. Früher hätte ich mir Gedanken gemacht dass ich meine Wünsche erfüllt zu bekommen nicht verdienen könnte, dass ich aufdringlich sein könnte, etc. Und nun bekam ich es einfach!

Durch das regelmäßige Nachfühlen im OM hat sich meine Wahrnehmung für das, was sich mein Körper wünscht sehr verschärft. Und durch das dauernde Üben ist das Fragen viel, viel leichter. Auf einmal hab ich alle möglichen Dinge in meinem Leben, nach denen ich früher nie gefragt hätte, nicht nur die Veränderungen der Stroke-Richtung im OM, sondern viel mehr.

Elisa Klüver, 19 Mai 2015